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Neuigkeiten aus dem Bezirksverband Hessen

"Tag des jungen Pferdes im Pferdezentrum Alsfeld"

Am letzten Samstag im März hatte der Bezirksverband Hessen im Hannoveraner Verband wieder zu seinem traditionellen "Tag des jungen Pferdes" in das Pferdezentrum Alsfeld eingeladen. In zwei Reitprüfungen und dem Finale des Freispringwettbewerbes konnten die Beschicker ihre jungen Hannoveraner und Hessen im Vergleich zu gleichaltrigen Pferden sehen und einem fachkundigen Publikum vorstellen. Außerdem bot diese Veranstaltung für Kaufinteressenten eine ideale Gelegenheit, vielversprechende Nachwuchspferde in Aktion zu sehen und in direkten Kontakt mit den Züchtern zu treten.
Die Starterfelder sowohl in der Dressur- als auch in der Reitpferdeprüfung waren leider sehr dürftig ausgefallen, was wohl auf zwei zeitgleich laufende Jungpferdeveranstaltungen im südhessischen Raum zurückzuführen war. In der Reitpferdeprüfung für Vierjährige setzten sich mit einer Endnote von 7,66 gleich zwei vielversprechende Hannoveraner Dunkelfuchsstuten an die Spitze: Die von Heinrich Damian Brähler vorgestellte Jazz Time-Tochter Jazzirah a. d. Pearl v. Pik L./Ecuador xx wusste vor allem durch ihre sehr guten Bewegungen zu gefallen (Z. u. Bes.: Bettina Willenbockel, Dietzenbach). Sie war im vergangenen Jahr Siegerstute der Schau in Alsfeld gewesen.

Die ebenfalls vorne rangierte Wyomie v. Weltmeyer a. d. Rosi v. Rohdiamant/Shogun xx wurde vorgestellt von Dorothee Lehan, Bereiterin des Pferdezentrums Alsfeld, und war über das Pferdezentrum vermarktet worden. Die Dunkelfuchsstute lies deutlich die gute Ausbildung erkennen, die den jungen Pferden hier zu Gute kommt, denn die Teilnoten für die altersgemäße Erfüllung der Kriterien nach der Skala der Ausbildung und für Temperament und Harmonie der Vorstellung fielen bei ihr deutlich höher aus, als bei sämtlichen Mitbewerbern in dieser Prüfung (Z.: Helmut Sievers, Tarmstedt, Bes.: Karlheinz Lang, Laubach-Münster). Den dritten Platz belegte Dulcia v. Dimaggio a. d. Ravenna v. Ravallo/Cordoba. Vorgestellt wurde die Fuchsstute von Sabine Burg (Z. u. Bes.: Emilie Schoetter, Luxemburg).

In der Dressurpferdeprüfung für Vier- bis Sechsjährige ließen sich einige der Youngster zu sehr von der Abgrenzung und dem Richtertisch ablenken. Nicht so die vierjährige schwarzbraune Hessenstute Daily Well, die ihre Aufgabe sauber abspulte, dafür viel Lob von ihrem Reiter Volker Möller, großen Applaus vom Publikum und mit einer Wertnote von 7,2 den Sieg in dieser Prüfung erhielt. Sie stammt ab von Day Dream a. d. Ricola MQ v. Rohdiamant/Warstein (Z. u. Bes.: ZG Quall und Möller, Neuhof). Auf dem zweiten Platz rangierte mit 7,0 Zählern der großrahmige, fünfjährige Fuchs Lambada S v. Londonderry a. d. Benita S v. Brentano II/Lungau. Er lieferte unter seiner Reiterin Sabine Burg eine beeindruckende Vorstellung, kam jedoch in der Schrittphase nicht zum schreiten, was ihm letztendlich den Sieg verwehrte. (Z.: Jürgen Siltmann, Gehrde-Rüsfort, Bes.: Hans-Peter Schneider). Er stammt aus hochkarätiger Familie, aus der Olympiasieger Salinero kommt. Den dritten Platz belegte mit 6,8 Punken die von Gabriele Tilp vorgestellte fünfjährige Fakira K v. Fulminant/Don Primero/Warstein (Z. u. Bes.: Sigrid Kraft, Kirchhain).

Für das von Friedelinde Kohl, Ernst-Heinrich Walz und Peter Illert gerichtete Finale des Freispringwettbewerbes, das immer großes Interesse der Zuschauer findet, mussten sich die Drei- und Vierjährigen auf örtlichen Sichtungsterminen qualifizieren. Die Klasse der Dreijährigen führte der mit sehr guter Bascule beeindruckende dunkelbraune Graf Top-Sohn Graf Christo a. d. Chantal H v. Cordoba/Drosselklang mit einer Wertnote von 8,6 an. Besitzer und Ausbilder dieses vielversprechenden Nachwuchshengstes ist Christoph Hoffman, Bereiter im Pferdezentrum Alsfeld (Z.: Rüdiger Hainke, Lindhorst). Platz 2 (Wertnote 8,4) belegte die mit viel Herz, Vermögen und Engagement ausgestattete hessische Schimmelstute Quite Queen, eine Tochter des Holsteiners Quite Capitol a. d. Maureen v. Mormone xx/Calypso I (Z. u. Bes.: Petra Weber, Amöneburg-Mardorf). Carl der Große v. Contendro I a. d. Galathé v. Grand Amour/Leander rangierte mit 8,2 Punkten auf Platz 3 (Z. u. Bes.: ZG Emde, Korbach-Rhena).
Spannend war es bei den Vierjährigen. Hier sprang sich der als Letzter an den Start gehende dunkelbraune Lantus v. Lucky Dance a. d. Inka v. Im Frühling/Domedes wie selbstverständlich an die Spitze. Note 9,5 erhielt der Wallach für seine rundum gute Technik und brachte damit seinem Züchter Walter Kreutzer (Schlitz) einen vom Landgestüt Dillenburg gestifteten Gutschein über einen Freisprung ein. Mit 9,0 ebenfalls sehr gut bewertet, rangierte der schön über den Körper springende Furtado v. Fly High a. d. Sanssouci v. Sunrise/Rabanus auf dem zweiten Platz. „Ein Pferd für die Zukunft“, lobte Peter Illert den dunkelbraunen Wallach (Z. u. Bes.: Elke Imhof, Schrecksbach). Die losgelassen und leicht über den Sprung gehende Chequille-Tochter Classic E a. d. Femme Fatale M v. Feiner Stern/Akzent II rangierte mit 8,8 Punkten auf Platz 3 (Z.: Ludwig Berg, Erbach-Schönnen, Bes.: ZG Eitenmüller, Mossautal).

Sylvia K. Brehm

Sieger Reitpferdeprg.: Jazzirah und Wyomie Sieger Dressurpferde: Daily Well


Sieger Freispringen 3-jährige: Graf Christo Sieger Freispringen 4-jährige: Lantus

Ergebnis Reitpferdeprüfung

Ergebnis Dressurpferdeprüfung

Ergebnis Freispringwettbewerb


Pferdezentrum Alsfeld
An der Hessenhalle 5,
D-36304 Alsfeld
Fon: 06631 - 9655-0
Fax: 06631 - 9655-23
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